How annoying is advertising on the Internet really? Is it accepted by readers as a kind of counter value, so that journalistic news services can be financed? This question has been polarizing for many years — now we are beginning to find a realistic answer on the SPIEGEL homepage. In February, we introduced of our PUR (“pure”) offer, giving our readers the choice between accepting ads and a paid ad-free experience. Since then, a kind of live test has been running: Readers have to decide whether they would rather use our website as usual with ads and ad tracking or whether they would prefer to pay 4.99 euros per month instead (1.99 …


Wie stark stört Werbung im Internet wirklich? Wird sie von Leser*innen als eine Art Gegenwert akzeptiert, damit sich journalistische Nachrichtenangebote finanzieren können? Die Frage polarisiert seit vielen Jahren — jetzt finden wir im SPIEGEL allmählich eine realistische Antwort. Seit Einführung unseres PUR-Abos im Februar läuft eine Art Live-Test: Leser*innen müssen sich entscheiden, ob sie uns lieber wie gewohnt mit Werbung und Anzeigentracking nutzen wollen oder ob sie stattdessen 4,99 Euro im Monat bezahlen, respektive 1,99 Euro für Abonnent*innen.

Die aktuellen Zahlen nach einem Dreivierteljahr legen nun nahe, dass hier nicht nur eine neue Lösung entstanden ist, um wirtschaftlich und datenschützerisch transparent Leser*innen eine Wahl zu geben, sondern auch ein neues Geschäftsmodell für Medienunternehmen. Von den mehr als 20 Millionen Unique Usern, die monatlich zu uns kommen, haben sich rund 17.200 für ein PUR-Abo entschieden und lesen derzeit werbefrei. 17.200 versus 20 Millionen, das ist auf den ersten Blick ein geringer Bruchteil — in der Medienbranche dürfte dies als Bestätigung aufgefasst werden, dass Werbung und Werbe-Tracking bei unserem Publikum weithin gebilligte Finanzierungsmodelle sind. Das ist im Grundsatz auch unsere Einschätzung. …


Mehrere Millionen junge Menschen nutzen jeden Monat den SPIEGEL. Allerdings zahlen die wenigsten von ihnen. Ausgehend von dieser Beobachtung und vor dem Hintergrund unserer generellen „Pay First“-Strategie haben wir uns gefragt: Woran liegt das? Wie müssen unsere Angebote aussehen? Was muss der SPIEGEL tun, um von unter 30-Jährigen als relevant und unverzichtbar angesehen zu werden? Mit diesen Fragen nach der richtigen Strategie für junge Zielgruppen hat sich ein interdisziplinäres Team aus Redaktion und Verlagsabteilungen befasst.

Ihre wesentliche Erkenntnis: Auch junge Leser*innen schätzen uns für investigativen Journalismus, gerade zu Politik und Wirtschaft. Sie wollen die großen Diskurse der Gesellschaft verstehen, dabei aber nicht von Meinungstexten bevormundet werden. Wir haben eine U30-Kernzielgruppe, die uns für das schätzt, was den SPIEGEL ausmacht: unseren Markenkern. Das ist erst mal eine gute Nachricht. …


„Danke fürs Blaumachen!“ — Die Teams von manager magazin, Harvard Business manager und SPIEGEL haben diesem Ausspruch in den vergangenen Wochen eine völlig neue Bedeutung gegeben. Am 1. Juli — ein halbes Jahr nach der „roten“ SPIEGEL-Gruppe — ist auch bei den „blauen“ Titeln des Hauses der umfassende Relaunch gelungen. Es ist der erste in der 73-jährigen Geschichte des Verlags, der angesichts der Corona-Pandemie (nahezu komplett) dezentral vorbereitet und vollzogen wurde. Entsprechend hatte „Blaumachen“ für beinahe 200 Kolleg*innen in den vergangenen Wochen nichts mit Muße und Ausspannen zu tun, sondern mit harter Arbeit, Agilität und exzellenter Kollaboration.

Was bisher geschah

Anfang Januar hat der SPIEGEL vorgelegt und auf NextGen umgestellt. Die Vorteile: eine grundlegende technische Modernisierung nach zwei Jahrzehnten und eine neue modulare Architektur (Polygon), die eine umfassende Reform des redaktionellen Arbeitens zwischen Print und Online ermöglicht. …


Werbung im Internet hat sich immer wieder grundlegend gewandelt. Von blinkenden GIF-Anzeigen über Googles Textlinks und große Flash-Animationen bis zu den datengetriebenen Targeting-Systemen von heute ist ein hochentwickeltes System entstanden, das die Finanzierung vieler digitaler Angebote sicherstellt – von Anfang an auch jener der SPIEGEL-Gruppe. Gewandelt hat sich über die Jahrzehnte auch immer wieder die Kritik an Werbung im Internet, vom Ärger über zu viel Geflimmer oder irreführende Präsentationsweisen bis hin zu Klagen über Anzeigen, die durch Tracking und Targeting über viele Webseiten hinweg ausgespielt werden.

Natürlich fühlen sich nicht alle Nutzer*innen gleichermaßen gestört. Den meisten ist klar, dass Werbeeinnahmen essentielle Erlöse für viele Webseiten sind; den wenigsten sind die genauen finanziellen Zwänge und Abhängigkeiten im sich schnell wandelnden Werbemarkt bekannt; den meisten sind die genauen Mechanismen im Hintergrund unklar; zugleich nutzen die wenigsten existierende Datenschutzmöglichkeiten. Und parallel wächst der politische und regulatorische Druck, für Werbe- und Data-Technologien klare Zustimmungen einzuholen — allerdings ohne dass der datenschutzrechtliche Rahmen nach den DSGVO- und E-Privacy-Debatten schon sauber ausdefiniert wäre. …


Eigentlich möchte man das ja tunlichst vermeiden – eine der größten Nachrichtenwebsites des Landes von Grund auf neu zu gestalten. Viel lieber würde man die Designsprache sukzessive in eine neue Richtung lenken. Jeden Produktbestandteil nach und nach modernisieren, testen, Designentscheidungen mit validen Daten hinterlegen. Wenn aber — wie bei unserem Projekt “NextGen” — alles in Bewegung ist und neben dem Design auch die komplette technische Infrastruktur, das Redaktionssystem und so gut wie alle Workflows in Redaktion und Verlag geändert werden, dann bleibt einem einfach keine andere Wahl als ein kontrollierter Bruch mit allem, was bisher war.

Die Ausgangslage

Bevor das Projekt “NextGen” vor etwas mehr als zwei Jahren wirklich Fahrt aufnahm, hatten wir neben allen organisatorischen und technischen Themen auch die Frage zu beantworten, wie das Produktdesign des SPIEGEL im Digitalen zukünftig aufgestellt und organisiert werden soll. Bis dahin war dies nicht formal…


Mit dem Relaunch haben wir den Auftritt von SPIEGEL.de rundum erneuert: mit einer Erweiterung der publizistischen Inhalte, einer Design-Reform und einer neuen technischen Basis. Und gleichzeitig haben wir mit dem Relaunch die Marke DER SPIEGEL im Digitalen neu definiert.

Im Vorfeld der Entwicklung stellte sich die Frage der Markenführung: Unter welchem Branding soll das Angebot zukünftig erscheinen; weiterhin unter SPIEGEL ONLINE oder unter DER SPIEGEL, also unter einer gemeinsamen Dachmarke? Was ist der beste Ansatz, um die Marke am stärksten für die Zukunft aufzustellen? Und wofür steht die Marke DER SPIEGEL bzw. …


Der Relaunch unserer Webseite ist mehr als ein neues Design und eine Umbenennung von SPIEGEL ONLINE zum SPIEGEL. Die Runderneuerung unseres digitalen Angebots bedeutet auch eine grundlegende technische Modernisierung nach zwei Jahrzehnten. Die modulare Architektur von Polygon, die von der SPIEGEL Techlab entwickelt wurde, bedeutet einen Bruch mit der klassischen Logik von allumfassenden Redaktionssystemen — und wird in den kommenden Jahren die umfassende Reform des redaktionellen Arbeitens zwischen Print und Online unterstützen.

Polygon: Der Name der neuen Architektur ist bewusst gewählt. …


Heute Nacht sind wir umgestiegen, vom altbewährten SPIEGEL ONLINE auf den neuen digitalen SPIEGEL. Nach außen ist das kaum zu übersehen. Design und Typografie sind erneuert. Über allem steht nun DER SPIEGEL. Auch für die Redaktion bedeutet der Relaunch massive Veränderungen. Von nun an schreiben wir unsere Artikel in einem neuen System, verwalten Bilder und Videos auf neuen Plattformen, können Themencluster besser orchestrieren und unsere Beiträge in neuen Formaten gestalten.

Was bleibt und bleiben muss, ist starker Journalismus — verlässlich in der Qualität, deretwegen mehr als 20 Millionen Menschen im Monat unsere Seite besuchen. Die Herausforderung war immens: Wie ein Hochseefrachter war unser Online-Newsroom mit einer konstant hohen Geschwindigkeit unterwegs. Die Redaktion arbeitet minutenaktuell, in mehreren Schichten, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Wir mussten also bei voller Fahrt mit der Mannschaft dieses alten Frachters auf ein neues Schiff umsteigen, das zwar durchaus wendiger und stabiler ist — aber eben nicht baugleich. …


„Ist die Redaktion 24 Stunden am Tag besetzt?“ „Wie wird entschieden, welche Nachricht wichtig ist?“ „Gibt es auch Artikel, die geschrieben werden und nicht ins Heft kommen?“

Das sind einige der Fragen, die Schülerinnen und Schüler der Integrierten Gesamtschule Stierstadt aus Oberursel an unsere Redakteurinnen und Redakteure bei einer Live-Fragerunde auf der Buchmesse in Frankfurt gestellt haben. Die Veranstaltung war eine Art Testlauf für ein Format, das es als Teil unserer neuen Bildungsinitiative SPIEGEL Ed in Zukunft häufiger geben wird. Dann aber ohne Mikrophon und Publikum, sondern im Klassenzimmer als Workshop-Format mit dem Titel „Gute Nachrichten!“.

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