Etwas mehr als ein Jahrzehnt ist es her, dass Apple mit dem iPad eine neue Dimension digitaler Medien zu eröffnen schien. Steve Jobs präsentierte ein neues Gerät am Sweetspot zwischen Computer und Handy: leistungsstark, aber mit den Fingern zu bedienen; angenehm groß, aber zum Mitnehmen; im Internet zu Hause, aber eigentlich wie ein Blatt Papier. Gerade letzterer Aspekt schien Verlagen wie eine Rettung, doch noch bezahlte Produkte in der digitalen Welt einführen zu können. Nachdem das iPad im Format eines handlichen Magazins daherkam, brachte auch der SPIEGEL erstmals eine digitale Ausgabe seines gedruckten Magazins zum Kaufen aufs Tablet.

Die erste iPad-Ausgabe des SPIEGEL

Gerade im…


How annoying is advertising on the Internet really? Is it accepted by readers as a kind of counter value, so that journalistic news services can be financed? This question has been polarizing for many years — now we are beginning to find a realistic answer on the SPIEGEL homepage. In February, we introduced of our PUR (“pure”) offer, giving our readers the choice between accepting ads and a paid ad-free experience. Since then, a kind of live test has been running: Readers have to decide whether they would rather use our website as usual with ads and ad tracking or…


Wie stark stört Werbung im Internet wirklich? Wird sie von Leser*innen als eine Art Gegenwert akzeptiert, damit sich journalistische Nachrichtenangebote finanzieren können? Die Frage polarisiert seit vielen Jahren — jetzt finden wir im SPIEGEL allmählich eine realistische Antwort. Seit Einführung unseres PUR-Abos im Februar läuft eine Art Live-Test: Leser*innen müssen sich entscheiden, ob sie uns lieber wie gewohnt mit Werbung und Anzeigentracking nutzen wollen oder ob sie stattdessen 4,99 Euro im Monat bezahlen, respektive 1,99 Euro für Abonnent*innen.

PUR-Vorschaltseite in der aktuellen Version — seit dem Start wurde sie noch mit zusätzlichen Erklärhinweisen für möglichst transparente Kommunikation versehen

Die aktuellen Zahlen nach einem Dreivierteljahr legen nun nahe, dass hier nicht nur eine neue Lösung entstanden ist, um wirtschaftlich und datenschützerisch…


Ergänzend zum klassischen SPIEGEL — das neue Ressort SPIEGEL Start, das in dieser Woche startet

Mehrere Millionen junge Menschen nutzen jeden Monat den SPIEGEL. Allerdings zahlen die wenigsten von ihnen. Ausgehend von dieser Beobachtung und vor dem Hintergrund unserer generellen „Pay First“-Strategie haben wir uns gefragt: Woran liegt das? Wie müssen unsere Angebote aussehen? Was muss der SPIEGEL tun, um von unter 30-Jährigen als relevant und unverzichtbar angesehen zu werden? Mit diesen Fragen nach der richtigen Strategie für junge Zielgruppen hat sich ein interdisziplinäres Team aus Redaktion und Verlagsabteilungen befasst.

Ihre wesentliche Erkenntnis: Auch junge Leser*innen schätzen uns für investigativen Journalismus, gerade zu Politik und Wirtschaft. Sie wollen die großen Diskurse der Gesellschaft verstehen, dabei…


„Danke fürs Blaumachen!“ — Die Teams von manager magazin, Harvard Business manager und SPIEGEL haben diesem Ausspruch in den vergangenen Wochen eine völlig neue Bedeutung gegeben. Am 1. Juli — ein halbes Jahr nach der „roten“ SPIEGEL-Gruppe — ist auch bei den „blauen“ Titeln des Hauses der umfassende Relaunch gelungen. Es ist der erste in der 73-jährigen Geschichte des Verlags, der angesichts der Corona-Pandemie (nahezu komplett) dezentral vorbereitet und vollzogen wurde. Entsprechend hatte „Blaumachen“ für beinahe 200 Kolleg*innen in den vergangenen Wochen nichts mit Muße und Ausspannen zu tun, sondern mit harter Arbeit, Agilität und exzellenter Kollaboration.

Was bisher geschah

Anfang Januar hat…


Werbung im Internet hat sich immer wieder grundlegend gewandelt. Von blinkenden GIF-Anzeigen über Googles Textlinks und große Flash-Animationen bis zu den datengetriebenen Targeting-Systemen von heute ist ein hochentwickeltes System entstanden, das die Finanzierung vieler digitaler Angebote sicherstellt – von Anfang an auch jener der SPIEGEL-Gruppe. Gewandelt hat sich über die Jahrzehnte auch immer wieder die Kritik an Werbung im Internet, vom Ärger über zu viel Geflimmer oder irreführende Präsentationsweisen bis hin zu Klagen über Anzeigen, die durch Tracking und Targeting über viele Webseiten hinweg ausgespielt werden.

Natürlich fühlen sich nicht alle Nutzer*innen gleichermaßen gestört. Den meisten ist klar, dass Werbeeinnahmen…


Grundlegende Definitionen in unserem Design System (Abb.: Make Studio)

Eigentlich möchte man das ja tunlichst vermeiden – eine der größten Nachrichtenwebsites des Landes von Grund auf neu zu gestalten. Viel lieber würde man die Designsprache sukzessive in eine neue Richtung lenken. Jeden Produktbestandteil nach und nach modernisieren, testen, Designentscheidungen mit validen Daten hinterlegen. Wenn aber — wie bei unserem Projekt “NextGen” — alles in Bewegung ist und neben dem Design auch die komplette technische Infrastruktur, das Redaktionssystem und so gut wie alle Workflows in Redaktion und Verlag geändert werden, dann bleibt einem einfach keine andere Wahl als ein kontrollierter Bruch mit allem, was bisher war.

Die Ausgangslage

Bevor das Projekt “NextGen”…


Mit dem Relaunch haben wir den Auftritt von SPIEGEL.de rundum erneuert: mit einer Erweiterung der publizistischen Inhalte, einer Design-Reform und einer neuen technischen Basis. Und gleichzeitig haben wir mit dem Relaunch die Marke DER SPIEGEL im Digitalen neu definiert.

Im Vorfeld der Entwicklung stellte sich die Frage der Markenführung: Unter welchem Branding soll das Angebot zukünftig erscheinen; weiterhin unter SPIEGEL ONLINE oder unter DER SPIEGEL, also unter einer gemeinsamen Dachmarke? Was ist der beste Ansatz, um die Marke am stärksten für die Zukunft aufzustellen? Und wofür steht die Marke DER SPIEGEL bzw. …


Der Relaunch unserer Webseite ist mehr als ein neues Design und eine Umbenennung von SPIEGEL ONLINE zum SPIEGEL. Die Runderneuerung unseres digitalen Angebots bedeutet auch eine grundlegende technische Modernisierung nach zwei Jahrzehnten. Die modulare Architektur von Polygon, die von der SPIEGEL Techlab entwickelt wurde, bedeutet einen Bruch mit der klassischen Logik von allumfassenden Redaktionssystemen — und wird in den kommenden Jahren die umfassende Reform des redaktionellen Arbeitens zwischen Print und Online unterstützen.

Polygon: Der Name der neuen Architektur ist bewusst gewählt. …


(Patrick Mariathasan für den SPIEGEL)

Heute Nacht sind wir umgestiegen, vom altbewährten SPIEGEL ONLINE auf den neuen digitalen SPIEGEL. Nach außen ist das kaum zu übersehen. Design und Typografie sind erneuert. Über allem steht nun DER SPIEGEL. Auch für die Redaktion bedeutet der Relaunch massive Veränderungen. Von nun an schreiben wir unsere Artikel in einem neuen System, verwalten Bilder und Videos auf neuen Plattformen, können Themencluster besser orchestrieren und unsere Beiträge in neuen Formaten gestalten.

Was bleibt und bleiben muss, ist starker Journalismus — verlässlich in der Qualität, deretwegen mehr als 20 Millionen Menschen im Monat unsere Seite besuchen. Die Herausforderung war immens: Wie ein…

DEV SPIEGEL

DER SPIEGEL × Devblog. Wie wir unsere Produkte weiterentwickeln, was wir dabei lernen.

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